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Erbschaftsteuer möglichst einfach ausgestalten

22. Juni 2016

Mit Blick auf die Einigung der Großen Koalition auf eine Reform der Erbschaftsteuer fordert der Bundesverband der Dienstleistungsunternehmen (BDD) in der Praxis eine möglichst einfache Ausgestaltung der Regelung.

"Mit der Einigung bei der Erbschaftsteuer haben die Unternehmen jetzt mehr Planungssicherheit", so BDD-Bundesgeschäftsführer Stefan Genth. Ohne Neuregelung hätten die Unternehmen für den Zeitraum nach dem 30. Juni 2016 mit einer Rechtsunsicherheit leben müssen. Denn das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass der Gesetzgeber bis spätestens Ende Juni die erbschaftsteuerliche Begünstigung von Betriebsvermögen neu regeln muss. Positiv bewertet der BDD auch die weiterhin vorgesehene Verschonung von Betriebsvermögen. Das diene dem Schutz von Familienunternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen. "Die Reform entlastet Kleinstunternehmen bei den Vorgaben für eine mögliche Befreiung vonder Erbschaftsteuer", so Genth weiter. Weiterhin sei wichtig, dass die Einigung jetzt auch für Altersvorsorgeverpflichtungen und Drittlandbeteiligungen von Unternehmen Begünstigungen vorsieht. Insgesamt sieht der HDE trotz der sinnvollen Nachbesserungen eine ansteigende Erbschaftsteuerbelastungfür die Unternehmen. Negativ wirke sich vor allem aus, dass für die Betriebe nur noch 15 statt bisher 20 Prozent Finanzmittelanteil am Betriebsvermögen steuerfrei sein sollen.

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