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Fairer Wettbewerb: Internationale Steuerschlupflöcher schließen

07. Oktober 2015

Vor der Sitzung der G20-Finanzminister am 8. Oktober bestärkt der Bundesverband der Dienstleistungsunternehmen (BDD) die Politik, internationale Steuerschlupflöcher zu schließen.

„Vergleichbare steuerliche Rahmenbedingungen für internationale und nationale Unternehmen sind Kernelement eines fairen Wettbewerbs“, so BDD-Bundesgeschäftsführer Stefan Genth. Durch geschickte Steuer-Gestaltungen gelinge es internationalen Playern, Erträge niedrig oder überhaupt nicht zu versteuern. Unternehmen, denen diese Steuerminimierungsmöglichkeiten dagegen nicht zur Verfügung stünden, hätten derzeit das Nachsehen. Verstärkt würden diese Effekte durch den wachsenden Internethandel. Das Internet ermögliche es, Kunden überall auf der Welt zu erreichen. Die internationalen Gestaltungsmöglichkeiten entfalteten auf diese Weise eine wachsende Wettbewerbsrelevanz. Genth: „Der Staat muss verhindern, dass globale Player Deutschland als attraktiven Absatzmarkt mit einem gut ausgebauten Rechtssystem und teurer Infrastruktur nutzen und dabei jene Unternehmen verdrängen, die diese öffentlichen Güter finanzieren.“

Bei der Umsetzung der Steuerpläne sei es jetzt aber wichtig, dass die Vorschläge der OECD von den Staaten in einer abgestimmten Weise umgesetzt würden. Die Maßnahmen dürften am Ende nicht zu Doppelbesteuerungen in den verschiedenen Ländern führen.

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